Klimaanlage steuerlich absetzen – So geht’s

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Die Klimaanlage: Besonders in den warmen Sommermonaten erweist sie sich als wahrer Lebensretter. Dabei gibt es kleine Geräte für das Zuhause und das Büro schon für wenig Geld, große Split-Klimaanlagen zum Einbauen sind etwas teurer aber deutlich effizienter. Doch die Anschaffung stellt sich eventuell garnicht so teuer heraus, als sie auf den ersten Blick erscheint: Mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich die Anschaffung einer Klimaanlage fürs Büro oder für die eigenen vier Wände sogar steuerlich geltend machen. Wir zeigen, wies geht!

Die Klimaanlage steuerlich geltend machen – Geht das?

Es ist grundsätzlich möglich, sich Geld vom Finanzamt für die Anschaffung einer Klimaanlage zurückzuholen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man die Klimaanlage von der Steuer absetzen. Wie viel man vom Finanzamt zurückerstattet bekommt, hängt von der jeweiligen Art des Gerätes ab. Auch der Preis für die Anschaffung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich wird hier unterschieden zwischen der Anschaffung für einen Betrieb / freiberuflichen Tätigen und privaten Haushalt. In beiden fällen lässt sich eventuell ein Steuervorteil erziele, wobei Betriebe und Freiberufler es deutlich einfacher haben, als private Haushalte.

Die mobile Klimaanlage:

Bei einer mobilen Klimaanlage, welche auch Monoblockklimaanlage genannt wird, kann man die Kosten der Anschaffung steuerlich beim Finanzamt geltend machen. Dies spricht vor allem Freiberufler und Betriebe an. Fällt die Klimaanlage unter die 415-Euro Grenze, kann Sie als geringwertiges Gut (GWG) sofort in voller Höhe abgeschrieben werden. Somit kann der Anschaffungspreis zugrunde gelegt werden. Die Steuererleichterung ist in diesem Fall von dem Preis der Klimaanlage abhängig. Ebenso ist es möglich, die Klimaanlage in Form einer Abschreibung von der Steuer abzusetzen. Dabei wird nicht der Kaufpreis zugrunde gelegt, sondern der sogenannte Wertverzehr, welchen die Klimaanlage über ihre Nutzungsdauer aufweist. Diese Abschreibung kann maximal über fünf Jahre erfolgen. Der Betrag der Abschreibung wird dabei jährlich ermittelt. Somit spielt hier die Art der Klimaanlage eine wichtige Rolle für die steuerliche Geltendmachung.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Steuervergünstigung über die Nutzungsdauer der Klimaanlage bestimmen zulassen. Diese beläuft sich im Regelfall auf elf Jahre. Dabei wird die Steuervergünstigung gleichmäßig über die Jahre verteilt.

Im privaten Haushalt können die Anschaffungskosten der mobilen Klimaanlage als Werbungskosten gemacht werden, wenn diese zum Beispiel das Arbeitszimmer kühlt. Das funktioniert prima, wenn Sie von Zuhause arbeiten und ein Homeoffice haben oder selbstständig sind und Ihre Arbeit aus Ihrem heimischen Büro erledigen. Wichtig: Das Büro darf dabei nur in geringem Umfang privat genutzt werden. Können Sie kein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen, gibt es hier leider keine Möglichkeit, das Klimagerät abzusetzen.

Die festinstallierte Klimaanlage:

Der Unterschied bei diesem Produkt besteht darin, dass eine solche Klimaanlage fest im Gebäude oder dem Büro verbaut wird. Da es sich um eine Nachrüstung des Gebäudes handelt, kann man bei den Kosten für die Klimaanlage von nachträglichen Herstellungskosten des Gebäudes sprechen. Das hat zur Folge, dass die Abschreibung nicht anhand der Nutzungsdauer der Klimaanlage festgeschrieben werden kann. Somit greifen auch die fünf Jahre nicht, wie es beispielsweise bei der mobilen Klimaanlage der Fall ist. Durch den Einbau im Gebäude greift an dieser Stelle nur der Zeitraum der Abschreibung, welcher sich auf das gesamte Bauwerk bezieht. In der Regel erstreckt sich dieser Zeitraum bei Gebäuden über 50 Jahre. Somit kann man auch die Klimaanlage über eine Laufzeit von 50 Jahren der Abschreibung unterziehen und somit steuerlich profitieren.

Sind Reparaturen steuerlich absetzbar?

Die Reperaturen der Anlagen, wenn diese fest im Gebäude verbaut wurden, können ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden. Hierbei spricht man von dem sogenannten Erhaltungsaufwand. Dieser tritt bei jeder Instandhaltung und Wartung der Klimaanlage auf. Die entstanden Kosten können somit als Erhaltungsaufwand von der Steuer abgesetzt werden. Dies betrifft sowohl die Kosten für das Material, als auch den entstandenen Arbeitsaufwand.

Klimaanlage richtig von den Steuern absetzen: So geht’s

Da bei einer mobilen Klimanlage oftmals der Anschaffungspreis zur steuerlichen Geltendmachung herangezogen wird, entfällt an dieser Stelle eine Berechnung. Hat die Klimaanlage einen Wert von 2.000 Euro, so kann man dies auch im vollen Umfang bei der Steuer angeben.
Bei der Abschreibung gestaltet sich die Berechnung ein wenig anders. Auch an dieser Stelle hätten Sie für die Anschaffung der Klimaanlage 2.000 Euro auf sich genommen. Die Nutzungsdauer dieser Anlage wird von Ihnen auf fünf Jahre geschätzt. Dies entspricht im Übrigen auch dem Zeitraum der Abschreibung.
Der Anschaffungswert wird nun durch die geschätzte Dauer der Nutzung geteilt.

Rechnung: 2.000 Euro : 5 Jahre = 400 Euro.

Im ersten Jahr der Inbetriebnahme könnten Sie demnach 1/5 des Anschaffungspreises von der Steuer absetzen. Dies entspricht in diesem Beispiel einer Summe in Höhe von 400 Euro. Wurde die Klimaanlage im Jahr 2015 in Betrieb genommen, so kann in diesem Jahr auch das erste Fünftel abgesetzt werden. Im Jahr 2016 können dann abermals 400 Euro steuerlich geltend gemacht werden.
Im Jahr 2020 ist die Klimaanlage dann komplett abgeschrieben. Sollte die Anlage bei Ihnen weiter Verwendung finden, so bleibt ein symbolischer Erinnerungs-Euro erhalten. Dieser erlischt, sobald die Anlage nicht mehr funktioniert oder ersetzt wird.

Wie sollte die Klimaanlage abgesetzt werden?

Mit ein paar Tricks kann man die Klimaanlage richtig von der Steuer absetzen.
Es gilt genau abzuwägen, welches Verfahren für den Einzelnen günstiger ist. Zwar kann man den gesamten Anschaffungspreis sofort nach dem Erwerb geltend machen, allerdings erweist sich eine Abschreibung oftmals als effektiver.
Hierbei greift die sogenannte Salami-Taktik. Herstellungskosten für Geräte, welche länger als ein Jahr im Betrieb genutzt werden, können über mehrer Jahre abgeschrieben werden. Dies trifft bei einer Klimaanlage zu. Somit kann die Klimaanlage die Steuerlast über mehrere Jahre mindern. So kann man eine höhere Ersparnis erreichen, als wenn man die Anlage direkt mit einem Schlag absetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter können auf einmal abgesetzt werden. Dies betrifft alle Güter unter einem Wert von 415 Euro netto. Bei mobilen Klimaanlagen kann dies schon einmal der Fall sein. Hierbei lohnt sich eine Sammelrechnung. Dieser Sammelposten kann nun innerhalb von fünf Jahren mit jeweils 20 Prozent gewinnbringend aufgelöst werden. Somit wird auch in diesem Fall die Steuerlast über mehrere Jahre gemindert.

Eine Abschreibung ist in jedem Fall sinnvoll. Dies trifft vor allem dann zu, wenn in eine kostspielige Anlage investiert wurde. Die Anschaffung kann dann über die gesamte Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Kleine Betriebe können zusätzlich von der Sonderabschreibung profitieren. Dabei können sie noch 20 Prozent zusätzlich geltend machen.