Wohnung kühlen im Sommer – So wird’s gemacht!

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Auch in Deutschland können die Sommer unerträglich schwül und warm werden. Je nach Wohnsituation trifft es Bewohner besonders hart: Wer nicht gerade im Erdgeschoss und auf der Nordseite wohnt, hat schnell über 27° Celsius in seiner Wohnung. Besonders schlimm trifft es im Sommer Dachgeschoss- und Sonnenseiten-Bewohner. Die Hitze raubt schnell den Schlaf und ist so sogar schlecht für die Gesundheit. Das es auch anders geht, zeigen unsere Kühltipps von einem Dachgeschossbewohner!

Eine Dachgeschosswohnung hat sehr viele schöne Seiten an sich. Zum Beispiel die ausladende Höhe der meisten Räume und die schöne Aussicht, zumindest, wenn man in einem bergigen Gebiet wohnt. Doch, lassen Sie es sich gesagt sein, im Sommer verwandelt sich fast jede Dachgeschosswohnung zur Klimahölle. Selbst mit viel Kühlgeschick bleiben die Wohnräume oft tagelang aufgeheizt, selbst, wenn die Temperatur draussen schon wieder deutlich gesunken ist. Der absolute Supergau entsteht, wenn die Wohnräume nicht „durchlüftbar“ sind – also kein Luftzug entstehen kann. Nach vielen Jahrzehnten mit Try&Error-Kühlversuchen einer besonders heißen Dachgeschosswohnung zeigen wir Ihnen hier, was unserer Meinung am besten hilft!

5 Tipps gegen Hitze: Wohnung kühlen wie ein Profi

1. Fensterläden zu, Jalousien runter!

Wohnung kühlen: Rollläden und Jalousien schließen

Sperren Sie die Hitze aus Ihrer Wohnung aus. Am Besten ist es immer noch, die Hitze gar nicht in Ihre Wohnung hinein zu lassen. Wenn Sie Jalousien oder Fensterläden haben, sollten Sie diese tagsüber schließen – auch wenn die Wohnung dadurch abgedunkelt wird. So kann sich die Wohnung garnicht erst aufheizen und bleibt schön kühl. Innenjalousien und Vorhänge funktionieren leider nicht ganz so gut: Die Wärme ist bereits in die Wohnung gelangt und wird nur zu Teilen wieder zurückgestrahlt. Haben Sie keine andere Wahl, dann nutzen Sie bestenfalls eine weiße Decke, um die Fenster zu verhängen: Die Farbe weiß strahlt am meisten Wärme wieder zurück durch die Fenster. Waren Sie schon einmal in Griechenland und sind Ihnen dort die weißen Dörfer aufgefallen?

2. So lüften Sie Ihre Wohnung richtig


Ein kostenloser und ganz einfacher Tipp: Lüften Sie Ihre Wohnung in den Abend- und Nachtstunden oder in den frühen Morgenstunden! So kann die abgekühlte Luft die warme Luft in Ihrer Wohnung verdrängen. Bestenfalls nutzen Sie dazu zwei Fenster an jeweils entgegengesetzten Wänden (z.B. Nord- und Südwand oder West- und Ostwand), um einen ordentlichen Durchzug zu erreichen. Ist das in Ihrer Wohnung nicht möglich, hilft auch ein Ventilator dabei – wenn Sie allerdings vorrangig Nachts lüften, empfehlen wir Ihnen noch ein Fliegengitter, um ungebetene Gäste (wie z.B. Mücken) auszuschließen. Tagsüber sollten Sie Ihre Fenster schließen und, wenn möglich, die Jalousien herunterfahren, damit die von der Sonne erhitzte Luft nicht die kühle Luft in Ihrer Wohnung verdrängt.

3. Machen Sie schwüler Luft den Garaus


Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Ihnen die Temperatur am sonnigen Strand weniger zusetzt, als in Ihrer heimischen Wohnung? Das kommt davon, dass in Deutschland und Umgebung oftmals eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Wenn Wolken und Gewitter sich ankündigen, kann es bereits Tage zuvor zu einer extremen Schwüle kommen. Die Luftfeuchtigkeit steigt stark an und lässt uns die Luft dadurch schwerer Atmen – die Luft fühlt sich „dicker“ an, hält die Sommerwärme noch besser und macht so das „Sauna-Feeling“ erst richtig komplett, denn der Körper kann die Wärme an feuchte Luft noch schlechter abgeben. Hier helfen keine Tipps mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln, da sie die Luftfeuchtigkeit nur weiter anheben. Ein einfacher und kostengünstiger Luftentfeuchter kann dagegen die schwule Luft zu einer trockenen, angenehmeren Luft verwandeln. Das kann übrigens auch ein mobiles Klimagerät. Probieren Sie’s aus!

4. Beliebte Tipps gegen Hitze – Was hilft wirklich?


An sehr heißen Tagen kann es durchaus helfen, die Vorhänge etwas anzufeuchten: Sprühen Sie die Vorhänge einfach mit einer Sprühflasche und kaltem Wasser etwas ein. Beim Trocknen entsteht sogenannte Verdunstungskälte: Der Raum kühlt etwas herunter, dafür verwandelt sich leider auch das Wasser zu Luftfeuchtigkeit. Handelt es sich um „trockene“ Hitze, ist das aber kein Problem. Auch können Sie stattdessen Wäsche zum Trocknen in den Innenräumen aufhängen oder eine Decke etwas anfeuchten und aufhängen. Mobile Klimaanlagen ohne Abluftschlauch und Kompressor sind besonders günstig und sparsam und verfolgen das gleiche Prinzip: Durch Wasser wird die Luft heruntergekühlt. Achten Sie aber immer auf die Luftfeuchte in Ihren Räumen, sonst droht Schimmelgefahr!

Ventilatoren bringen zwar der Wohnung keine Abhilfe gegen die Hitze, jedoch helfen Sie, die Hitze etwas besser zu ertragen: Durch den Luftstrom kann der menschliche Körper die Wärme besser abgeben.

5. Günstige Klimageräte wirken Wunder


Besonders Dachgeschoss-Bewohner kennen das Problem: Es gibt Sommer, da hilft wirklich nichts mehr, um die Temperatur und Luftfeuchte der Wohnung auf eine aushaltbare Gradzahl zu senken. Diese Tage gibt es auch in Deutschland jeden Sommer.

Ein ganz persönlicher Tipp von uns ist die mobile Klimaanlage: Nach jahrelanger Hitzetortur und fehlgeschlagenen Tipps, Tricks und Hausmitteln hat mir eine einfache Monoblock-Klimaanlage die Erlösung gebracht. Die Geräte sind bereits günstig erhältlich und aktuelle Modelle gibt es schon mit Energieeffizienz „A++“ – günstige Modelle haben meist eine Effizienz von „A“ und benötigen so rund 0,5 bis 1,0 Kilowatt die Stunde. Wenn Sie so zum Beispiel Ihr Schlafgemach Abends herunterkühlen wollen, um einen angenehmen und erholsamen Schlaf zu haben, müssen Sie das Gerät je nach Wohnraum rund zwei bis drei Stunden laufen lassen. So verbrauchen Sie pro heißem Tag 2-3 kWh, also nicht einmal einen ganzen Euro pro Tag. In unserem Test kühlte selbst die „kleine“ mobile Klimaanlage Trotec PAC 2000 S einen großen Raum von 30 Quadratmetern in gerade einmal zwei Stunden von 31 Grad Celsius auf 23 Grad Celsius.

Bei angenehmeren Tagen mit Temperaturen unter 30°C können Sie die mobile Klimaanlage auch einfach als Ventilator- oder Luftentfeuchter-Ersatz verwenden: Das Gerät braucht dann gerade einmal so viel Strom wie eine Glühbirne oder ein herkömmlicher Ventilator. Die Anschaffungs- und Betriebskosten halten sich also in Grenzen und machen das Leben im Sommer deutlich einfacher und angenehmer. Wenn Sie einen Arbeitsraum in Ihrer Wohnung haben und die Klimaanlage in diesem Zimmer nutzen, können Sie das Klimagerät sogar von der Steuer absetzen.